Zu Besuch in
unserer Green kitchen.

Wir haben uns entschieden,
unsere Drinks zu mixen statt zu pressen.

5 sichere Tipps, wie Du einen hochwertigen grünen Smoothie findest

Es ist verlockend: schnell eine Portion „püriertes Obst und Gemüse“ aus dem Kühlregal schnappen und mit wenigen Schlucken Deine Vitaminbilanz für den Tag aufpolieren. In der festen Annahme, Dir etwas Gutes zu tun, triffst Du dabei häufig nicht die beste Entscheidung für Deine Gesundheit, sondern bist Opfer eines irreführenden Marketings. Wir verraten Dir, warum.

 

1. Zuviel Zucker /zu viele Kalorien

Das Thema geistert immer wieder durch die Medien, aber mal Hand aufs Herz: weißt Du, wieviel Zucker du am Tag zu Dir nehmen solltest und was das umgerechnet bedeutet? Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei einer maximalen Zufuhr von 50 g Zucker am Tag. Dazu zählt neben dem „weißen“ Zucker auch der Zucker, der in Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist. Dabei sind die 50 g als maximale Obergrenze zu verstehen! Hier ein konkretes Beispiel: Eine Flasche (360 ml) „Antioxidant“ einer bekannten Marke enthält 41 g Zucker! Das bedeutet, dass Du mit einem Drink an Deiner Zuckermaximalgrenze kratzt ohne irgendetwas anderes gegessen oder getrunken zu haben. In selbiger Flasche stecken 207,4 kcal. Du könntest alternativ also auch eine halbe Tafel Schokolade essen. Das finden wir nicht „unschuldig“.

Daher unser Tipp: Augen richten auf die Nährwerttabelle des Etiketts und die Position „Zucker“ checken! Wenn sich die Zahl der Höchstmenge bedenklich nähert, Hände weg.

 

2. Zusätze

Viele Smoothies und Säfte im Kühlregal geben den Anschein, als wäre das Obst und Gemüse frisch und ohne Vitaminverlust in der Flasche gewandert, aber Vitamine sind scheue, zum Teil flüchtige Wesen. Das heißt im Klartext, dass in der Regel die Vitamine nachträglich künstlich zugesetzt werden wie in einem Nahrungsergänzungsmittel. Das muss aber niemand so explizit aufs Etikett schreiben. Darüber hinaus findest Du häufig das Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, damit die Drinks „schön“ grün bleiben. Auch Zusätze wie Verdickungsmittel oder (natürliche) Aromen findest Du auf Etiketten.

Unser Tipp: Schaue Dir die Zutatenliste und die Nährwerttabelle genau an. Viele aufgeführte Vitamine sprechen für eine künstliche Anreicherung. Du musst entscheiden, ob Dich das stört oder nicht.

 

 3. Green fake

Gemüse ist nährstoffreicher und wesentlich zuckerärmer als Obst, deshalb suggerieren die grünen Sorten im Kühlregal gesünder zu sein, weil sie angeblich einen höheren Gemüseanteil enthalten. Wieder wandert unser Blick auf die Zutatenliste. Um bei dem Beispiel der Sorte „Antioxidant“ zu bleiben: Ganze 2% oder 7,2 ml(!) Gurkensaft sind in einer Flasche (die Gurke ist botanisch gesehen eine Beere) und 0,05% Matcha-Grüntee-Extrakt für die schöne Färbung. Das ist faktisch KEINE Mischung aus Obst und Gemüse. Zur Erzielung einer besseren Cremigkeit wird das Obst und Gemüse häufig geschält. Gerade in der Schale stecken aber viele Vitamine und vor allem die Ballaststoffe, über die sich Dein Darm sehr freuen würde, wenn er sie denn bekäme.

Also wieder unser Tipp: Schaue auf die Zutatenliste und auf die Reihenfolge bzw. Prozentsätze der verwendeten Zutaten. Kein Gemüse unter den ersten Zutaten? Lass Dich nicht „veräppeln“!

 

 4. Haltbarmachung

Es gibt Produkte in Glas- und Plastikflaschen. OBWOHL Glas das nachhaltigere Material ist, ist es ein sicherer Hinweis darauf, dass das Getränk während des Herstellungsprozesses hocherhitzt (pasteurisiert) wurde. Das ist quasi die Garantie dafür, dass die natürlichen Vitamine zerstört wurden. Der entscheidende Hinweis auf Plastikflaschen nennt sich „HPP“ oder eine Formulierung wie „nicht/nie erhitzt“. Was bedeutet es, wenn Du HPP liest? Dabei handelt es sich um ein innovatives Haltmachungsverfahren, dass über hohen Druck (High Pressure) funktioniert und eben nicht über Hitze. Dieser zerstört die Bakterien, aber erhält die wertvollen Nährstoffe. Dieses Verfahren ist für die Hersteller teurer und aufwändiger. Daher kannst Du sicher sein, dass das Verfahren NICHT angewendet wurde, wenn Du keinen expliziten Hinweis entdeckst.

Warum können nur Plastikflaschen für das HPP-Verfahren verwendet werden? Das ist aus Umweltsicht der Wermutstropfen der Technologie. Bei Ausübung des Drucks, der 3 Jumbo-Jets auf einem Smartphone entspricht (ca. 6.000 bar), schrumpfen die Flaschen um ca. 15% ihres Volumens. Glas würde dabei schlichtweg zerbersten.

Tipp: Suche nach Formulierungen wie HPP, Hochdruck, nie/nicht erhitzt auf dem Etikett. Falls ja, gut! Falls nein, mach dir klar, dass du mit dem Getränk entweder KEINE oder bestenfalls künstlich zugesetzte Vitamine zu Dir nimmst (siehe Punkt Zusätze).

 

5. Bio-Siegel

Konventionelles Obst und Gemüse ist im Vergleich zu Bioprodukten stärker mit Pestiziden behandelt. Dadurch wächst das Obst und Gemüse auch höher, schneller, weiter und kann in der Summe günstiger produziert werden als die Bio-Variante. Daher wird in der Regel auch konventionelles Obst und Gemüse für Green Smoothies verwendet, damit die Marge stimmt. Bedenke: Smoothies und Säfte bestehen aber aus nichts anderem als purem, rohen Obst und Gemüse, also ist hier die Qualität ganz besonders wichtig! Keiner will eine Extraladung Pestizide trinken, oder?

Tipp: Schau auf dem Etikett, ob Du ein Bio-Siegel findest!

 

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Wir fassen zusammen:

 

Beschäftige Dich vor dem Kauf eingehender mit dem Etikett.

Checke folgende Punkte:

-        Angabe Zucker/Kalorien

-        Zutatenliste: Zusatzstoffe und Reihenfolge der Inhaltsstoffe

-        Hinweis auf HPP-Behandlung

-        Bio-Siegel

 

 

Und wenn ich kein Getränk finde, das die Kriterien erfüllt?

Der wichtigste Schritt ist gemacht: Du hast Dich BEWUSST mit dem Produkt auseinandergesetzt. Wenn Du es nun kaufst, weil es Dir gut schmeckt, dann Prost!

Ab und zu auch überhaupt kein Problem. Wenn Du allerdings regelmäßig Smoothies oder frische Säfte kaufst, solltest Du Dir nochmal Gedanken über die Beschaffung machen. Nicht immer ist der Supermarkt der richtige Ort. Muss ich mir die Smoothies dann selbst mixen? Gute Idee, aber die wenigsten haben dazu Zeit und Muße. Wie sehen also die schnellen Alternativen aus? Wenn eine vertrauenswürdige Saftbar auf dem Weg in Dein Büro liegt, dann nutze diese „frische Quelle“. Du bezahlst mehr, bekommst aber auch eindeutig mehr. Vor allem mehr Gesundheit für Deinen Körper! Eine andere, bequeme Möglichkeit ist die Bestellung über das Internet. Es gibt eine Reihe guter Anbieter, die hochwertige Smoothies und Säfte gekühlt versenden. Aber vergiss die Checkliste von oben nicht! Manchmal sind die Seiten gut designt, es mangelt aber an Transparenz. Einige bieten Abos an, so dass immer für Nachschub gesorgt ist. Und auch hier gilt die Devise: Qualität kostet Geld. Morgens Cappuccino für 3,50 €, abends Mojito für 9,50 €? In vielen Situation sind wir alle erstaunlich unsensibel für Preise. Wenn Du Dir mit gesunden Getränken etwas Gutes tun willst, leg lieber einen Euro drauf. Dein Körper und Dein Geist werden es Dir langfristig danken.

 

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