Rote Bete – Das herausragende Superfood

Rote Bete – Das herausragende Superfood

Zu Unrecht blieb die Rote Bete lange unbeachtet. Bei ihr handelt es sich schlicht und ergreifend um ein absolutes Superfood, das zudem auch noch regional erhältlich ist. Wer sich der Nachhaltigkeit und der gesunden Ernährung verschrieben hat, ist spätestens jetzt Feuer und Flamme. In diesem Artikel beantworten wir Dir unter anderem folgende Fragen: Wo kommt die Rote Bete eigentlich her? Wie schmeckt sie? Und wie genau kümmert sie sich um Deine Gesundheit? Drei leckere Rezepte haben wir auch noch im Gepäck und eins soll gesagt sein, egal ob klassisch, extravagant oder roh, mit Sicherheit ist etwas für Dich dabei!

Herkunft

Die Rote Bete haben wir den Römern zu verdanken, diese brachten sie wie viele andere Gemüsesorten mit nach Europa. Heutzutage ist sie fast überall heimisch, auch in kälteren Regionen. Zum Beispiel in Polen, Skandinavien, Russland und selbstverständlich hier in Deutschland. 

Saison

Die Rübe ist ein Wintergemüse und ist auf Wochenmärkten und in Supermärkten regional von Anfang September bis Ende März zu finden. 

Geschmack

Leicht süßlich und angenehm erdig schmeckt die gesunde Knolle. Weiße und gelbe Bete gibt es übrigens auch. Diese sind dem Geschmack des Originals sehr ähnlich, sie sind bloß noch ein wenig milder. 

Blätter gerne mitessen

Wusstest Du, dass auch die Blätter essbar sind? Sie enthalten noch mehr Magnesium und Vitamine als die rote Rübe selbst! Allerdings solltest Du diese nicht roh verzehren.

Schütze Dich

Da bei der Verarbeitung von roter Bete deren roter Saft austritt und es zu unschönen Flecken kommen kann, solltest Du Dich ein wenig vorbereiten und unbedingt Handschuhe und Schürze tragen. Falls doch mal was daneben geht, helfen Dir etwas Wasser und Zitronensaft. 

Einkauf

Achte darauf, dass die Schale unversehrt ist und greife bei den kleineren Knollen zu. Die großen Rüben sehen zwar oft hübsch aus, doch halten nicht, was sie versprechen. Ihr Geschmack ist meist fad und ihre Struktur hölzern und faserig.

Lagerung

Die Rübe hält sich entweder im Gemüsefach oder im Keller (Hauptsache schön kühl) für bis zu zwei Wochen. 

Gesunde Fakten 

So viel soll vorab gesagt sein, die Rote Bete enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, sonst dürften wir sie wohl kaum als Superfood bezeichnen. Schon ihre rote Färbung weist auf einen ersten gesundheitlichen Vorteil hin. Der Farbstoff Betanin ist für ihr auffälliges Aussehen verantwortlich und verfügt über antioxidative Eigenschaften. Antioxidation sind dafür bekannt das Herz-Kreislaufsystem zu entlasten, indem sie Deine Gefäße schützen und so Herzkrankheiten vorbeugen. Allerdings ist das noch nicht alles, was das Betanin vermag. Es fördert die Gesundheit auch dadurch, dass es die Funktion deiner Leberzellen optimiert und die Gallenblase stärkt. Außerdem steckt Rote Bete voller Folsäure, Beta-Carotin (einer Vorstufe des Vitamin A), Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C. 

Auch mit Mineralstoffen geizt sie nicht, hierzu gehören Eisen, Zink, Magnesium, Phosphat, Natrium, Kalium und Kalzium. Vitamine sind essenziell, denn sie unterstützen Deinen Körper und all seine Funktionen. Da sie so wichtig sind und Du sie nicht selbst herstellen kann, musst Du sie in ausreichenden Mengen zu Dir nehmen. Zum Beispiel in Form von Roter Bete. 😉 Diese hilft Dir besonders in Bezug auf Deine Sehleistung, Deinen Knochenaufbau, Dein Immunsystem und den Proteinstoffwechsel. Die in ihr enthaltene Folsäure ist wie das Eisen maßgeblich an der Blutbildung beteiligt und zudem am Zellwachstum. Deshalb wird dem Gemüse ein positiver Effekt auf den Bluthaushalt zugeschrieben. Ein weiterer Pluspunkt der Folsäure betrifft Schwangere, denn dieser Stoff wirkt gegen Fehlbildungen des ungeborenen Babys und soll sogar Fehlgeburten vorbeugen. Ebenfalls wichtig ist das Nitrat der Roten Bete und ihre Stickstoffverbindungen. Sie können gegen Bluthochdruck und Diabetes helfen. Zusätzlich sorgt das in ihr enthaltene Vitamin C für ein intaktes Abwehrsystem und unterstützt die körpereigenen Stoffwechselprozesse. 

Doch die Rote Bete verfügt, wie Du jetzt weißt, neben vielen Vitaminen auch eine Menge Mineralstoffe. Und sie sind mindestens genauso wichtig. Ganz besonders für Muskeln, Zähne und Knochen! Gerade das Zusammenspiel dieser lebenswichtigen Stoffe machen ihren gesunden Effekt aus. 

Nährstofftabelle

Nährwerte von Roter Bete pro 100 Gramm

Kalorien: 47

Eiweiß: 1,5 g

Fett: 0,1 g

Kohlenhydrate: 8,3 g

Ballaststoffe: 2,5 g

Wer sollte Rote Bete meiden?

Leider können nicht alle von der gesunden Wirkung profitieren. Falls Du stillst, solltest Du zum Beispiel auf Rote Bete verzichten, da ihr Nitrat schädlich für Deinen Säugling sein kann. Obwohl Nitrat grundsätzlich für eine erwachsene Person unbedenklich ist, kann es sich bei falscher Lagerung in Nitrit umwandeln. Geringe Mengen sind für einen Erwachsenen absolut unbedenklich, jedoch nicht für Babys und Kleinkinder.

Auch Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten die Finger von der Superknolle lassen. Dafür verantwortlich ist die Oxalsäure, diese potenziert das Risiko auf Nierensteine. Da sich der Oxalsäure-Gehalt beim Kochen verringert, ist nur der Verzehr von roher Roter Bete bedenklich. Auch Menschen, die mit Gicht und Rheuma zu kämpfen haben, sollten wegen der Oxalsäure auf den Konsum des Gemüses achten und die Blätter am besten direkt wegwerden, denn in ihnen steckt besonders viel davon. 

Für alle, die Rote Bete guten Gewissens genießen können, stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Superknolle dauerhaft auf dem Speiseplan stehen wird. Dafür ist ihr gesundheitlicher Nutzen viel zu groß. Deshalb geht es vielmehr darum, wie sie Dir am besten schmeckt. Da sie nicht nur gesund ist, sondern auch kulinarisch überzeugt, sind wir sicher, dass mindestens eins der folgenden drei Rezepten dauerhaft zu Deinen zukünftigen Lieblingen gehören wird.

Das klassische Rezept – Rote Bete-Süppchen

Ergibt 4 Portionen

Du brauchst: 

  • Eine Zwiebel
  • Zwei Knoblauchzehe
  • Ein kleines Stück Ingwer
  • 150 g mehlige Kartoffeln
  • 500 g vakuumierte Rote Bete
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 4 TL griechischen Joghurt 
  • 1 TL Tafelmeerrettich 
  • 150 g Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer
  • Topping nach Belieben (Nüsse, Kresse, Sprossen)

So geht’s:

Schritt 1: Zwiebeln schälen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und ebenfalls kleinwürfeln. Anschließend die Kartoffeln schälen, waschen, abtrocknen und auch zu kleinen Würfeln verarbeiten. Nun die Rote Bete abtropfen lassen und in grobe Stücke zerteilen. 

Schritt 2: Öl in einem großen Topf heiß werden lassen. Danach Zwiebel, Knoblauch und Ingwer zwischen ein und zwei Minuten andünsten. Jetzt Kartoffeln und Rote Bete hinzufügen und kurz anbraten. Daraufhin mit einem Liter Wasser ablöschen und die Brühe einrühren. Kräftig salzen und pfeffern. Alles aufkochen und bei geringer Hitze 20 Minuten köcheln lassen. 

Schritt 3: In der Zwischenzeit Joghurt und Tafelmeerrettich vermengen und je nach Bedarf die weiteren Topping-Zutaten bereitstellen. Zum Beispiel Kresse oder Sprossen waschen und Pistazien hacken. 

Schritt 4: Die Suppe vom Herd nehmen und mit Hilfe eines Stabmixers feinpürieren. Die Sahne unter die Suppe ziehen und alles nochmal kurz erhitzen. Nach dem finalen Abschmecken die Meerrettich-Joghurt-Creme wie einen Wirbel auf die Suppe geben. Topping oben drauf und Du bist fix und fertig. 

Das extravagante Rezept – Rote Bete-Carpaccio

Ergibt 4 Portionen

Du brauchst: 

  • 2 große Knollen Rote Bete
  • 80 g Rucola
  • 100 g Ziegenkäse
  • 40 g Walnüsse

Für das Dressing:

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Walnussöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL frisch gezupften Thymian
  • 2 TL flüssigen Honig
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 TL Salz
  • 1 gute Prise schwarzen, frisch gemahlenen Pfeffer

So geht’s: 

Schritt 1: Alle Zutaten für das Dressing miteinander vermischen. Das Ganze abschmecken und ein wenig ziehen lassen. 

Schritt 2: Die Rote Bete schälen und danach mit einem Gemüsehobel in hauchdünne Scheiben hobeln. Am besten ziehst Du Dir dafür Handschuhe an, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. 

Schritt 3: Den Rucola waschen und mit Hilfe einer Salatschleuder gut trocknen. Die Walnüsse hacken und in einer Pfanne anrösten (bitte ohne Öl!). 

Schritt 4: Nun die gehobelte Rote Bete gleichmäßig auf vier Tellern kreisförmig anrichten. Nun mit dem Dressing beträufeln und zum Schluss den Ziegenkäse darüber zerbröseln sowie die Walnüsse drüberstreuen. 

Das Rohkost-Rezept – Rote Bete-Salat 

Ergibt 4 Portionen

Du brauchst: 

  • 2 Knollen Rote Bete
  • 4 Äpfel
  • 1 Zwiebel
  • Natives Leinöl
  • Balsamico-Essig
  • Kräuter nach Bedarf (Oregano, Basilikum, Thymian)
  • Pfeffer
  • Meersalz

So geht’s:

Schritt 1: Rote Bete und Äpfel waschen. Die Knollen anschließend schälen. 

Schritt 2: Beides mit einer Gemüsereibe feinreiben und in einer Schüssel miteinander vermengen. Bei den Äpfeln gröbere Schlitze verwenden, sonst gibt es Mus. 

Schritt 3: Die Zwiebel je nach Geschmack kleinwürfeln mit der Rohkost vermengen. 

Schritt 4: Für das Dressing 30 ml natives Leinöl, 20 ml Balsamico-Essig, Pfeffer und Salz vermischen und über die Rohkost geben. 

Schritt 5: Zu guter Letzt mit den Lieblingskräutern garnieren, nochmal gut umrühren und genießen. 

Wir hoffen, Dir mit diesem Artikel richtig Lust auf Rote Bete gemacht zu haben. Das Superfood überzeugt schließlich sowohl aus kulinarischer als auch gesundheitlicher Sicht! Deshalb wird es Zeit rotzusehen – natürlich nur auf dem Teller. 😉

Lass uns gerne in den Kommentaren wissen, welche Gerichte Du am liebsten mit Roter Bete isst.

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