Die Ananas – Wie gesund ist die Königin der Tropen?

Direkt nach der Banane ist die Ananas die liebste Tropenfrucht der Deutschen. Kein Wunder, dass sie mit ihrem intensiven, exotischen Geschmack und der erfrischende Süße überzeugt. Doch nicht nur geschmacklich kann sie viele für sich gewinnen, auch ihre gesundheitlichen Vorteile lassen sich sehen. In diesem Artikel erfährst Du, woher die Königin der Tropen kommt, was alles in ihr steckt und wie Du sie lecker zubereiten kannst. Eines maßen wir uns jedoch nicht an: zu klären, ob sie auf die Pizza gehört oder nicht.

Melanie Schulz

Melanie hält sich am liebsten in der Natur auf. Ein vernünftiger Konsum und eine nachhaltige Lebensweise liegen ihr sehr am Herzen.

Nein, sie stammt nicht aus Hawaii

Und das obwohl wegen ihr ein Toast und eine Pizza auf den Namen Hawaii getauft wurde. Zwar war die kleine Südseeinsel zeitweise führend, was den Ananas-Anbau anbelangt, und sogar der erste Ort, an dem das Obst zu zuckrigen Konserven verarbeitet wurde, jedoch kommt die Ananas aus Südamerika. Von dort schaffte sie es schon vor über 500 Jahren nach Europa – dank portugiesischer Seefahrer. Anschließend brachte man sie nach Indien, was ihren internationalen Durchbruch markierte. Bei Seefahrern war sie übrigens deshalb so beliebt, weil sie eine echte Lebensretterin war, denn mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt schützte sie vor der gefürchteten Skorbut-Krankheit, die lediglich durch einen Mangel dieses wichtigen Vitamins entstehen kann (apropos Vitamin-C-Bombe, lies dir auch unseren Artikel über die Zitrone durch!). Das Mampfen einer Ananas half also unter anderem gegen Zahnausfall und Herzschwäche. Heute wird sie in fast allen Ländern der Welt angebaut, sogar in Europa. Hier zieht man sie seit dem 18. Jahrhundert in Gewächshäusern. Übrigens: Ihren Namen hat sie dem Wortstamm nanà zu verdanken. Das bedeutet auf Guarani schlicht und einfach ,,Frucht‘‘. Und wo wir schon beim Thema Sprache sind, der Plural von Ananas lautet tatsächlich Ananasse, ganz egal wie falsch das für uns klingen mag (Wem das viel zu schlimm erscheint, kann auch zwei, drei usw. Ananas sagen).

So merkst Du, wann eine Ananas reif ist!

Fast lächerlich einfach ist dieser Tipp und super zuverlässig. Einfach in der Mitte des Grüns an einem Ananas-Blatt zupfen. Lässt es sich wie von Zauberhand lösen, dann ist die Frucht reif und bereit angeschnitten zu werden. Musst Du daran zerren, damit es sich von der Ananas trennt, ist dieses Exemplar noch nicht so weit.

Was kann die Wunder-Frucht?

Genug der historischen Fakten. Selbst wenn wir nicht wüssten, wie genau sie zu uns herübergeschwommen ist, Hauptsache sie hat es geschafft. Neben ihrem Geschmack ist es auch ihre Wirkung, die überzeugt. Ihre Krone hat sie sich also mehr als verdient.

Schönmacherin

Die Ananas muss nicht verzehrt werden, um ihre Wirkung zu offenbaren. Auch durch äußerliche Anwendung kann sie auf Dich Einfluss nehmen. Genauer gesagt auf Deine Schönheit. Sobald Du etwas frischen Ananassaft auf Deine Haut gibst und ihn einwirken lässt, werden Sonnen- und Altersflecken aufgehellt. Sie können sogar komplett verschwinden. Auch in vielen Kosmetikprodukten sind Ananas-Enzyme enthalten, diese schaffen es, abgestorbene Hautzellen aufzulösen, wodurch Deine Haut frischer und jünger aussieht. Auch bei trockener Haut und Fältchen kann Dir die Ananas helfen. Dafür lässt Du ihr Fruchtfleisch circa 20 Minuten einwirken und spülst es anschließend mit kaltem Wasser ab. Da sie Feuchtigkeit spendet, abgestorbene Hautzellen beseitigt und bei der Zellerneuerung hilft, ist sie dazu imstande, für ein jüngeres Aussehen zu sorgen. Bis ins hohe Alter.

Hilfe bei Übersäuerung

Da die Ananas zu den basischen Lebensmitteln gehört, ist sie perfekt dafür geeignet unseren Stoffwechsel bei der Entsäuerung zu unterstützen. Da eine Übersäuerung des Körpers oft damit einhergeht, dass Du Dich abgeschlagen, müde und unwohl, vielleicht auch gereizt und antriebslos fühlst, kann Dir der Verzehr von Ananas dabei helfen gelassener und zufriedener zu werden. Außerdem enthält sie neben ihren basischen Eigenschaften auch Stoffe, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirken können. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären.

Stimmungsbombe

Die Ananas ist eine natürliche Quelle von Vanillin, was ein Stimmungsheller ist, frei von jeglichen Nebenwirkungen. Diesem Stoff sagt man eine euphorisierende, erotisierende und anregende Wirkung nach. Daneben enthält sie den Neurotransmitter Serotonin sowie dessen Vorstufe, das Tryptophan. Das Serotonin ist ein Botenstoff und sorgt dafür, dass gute Laune und Zufriedenheit übermittelt werden. Ist der Serotoninspiegel ausgeglichen, fühlt man sich entspannt und fröhlich. Hinzu kommt, dass der Botenstoff Heißhungerattacken dämpft und auch Ängste und Nervosität lindert. Die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin ist die Aminosäure Tryptophan. Diese kommt in den Vereinigten Staaten sogar als Antidepressivum vor, auf dem deutschen Markt hingegen wird sie als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel angeboten. Auch das sagt schon einiges über ihren ausgleichenden Effekt aus. Da die Ananas diese Inhaltsstoffe mit im Gepäck hat, wirst Du durch regelmäßigen Verzehr ihre stimmungsaufhellende Wirkung spüren. Sie macht Dich glücklich und aufgeweckt. Diese Wirkung ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass die Ananas in unserem Orange Drink eine Hauptrolle spielt. Denn neben einer Menge an Nährstoffen soll unser orangener Frühstückssaft Dich positiv auf den Tag einstimmen. So deckt eine Flasche nicht nur Deinen gesamten Tagesbedarf an Vitamin A, sondern sorgt gleichzeitig schon am Morgen für gute Laune (natürlich kann er Dir auch zu jeder anderen Tageszeit einen Stimmungsboost verschaffen).

Gesunde Verdauung

Eine intakte Verdauung ist unabdingbar für das allgemeine Wohlbefinden. Falls Du mal Probleme hast, kann Dir die exotische Köstlichkeit auch hier behilflich sein, denn sie enthält eine ganze Menge von Verdauungsenzymen. Diese sind auch als Bromelain bekannt. Es spaltet Proteine, wodurch sie einfacher verwertet werden können. So wird der Verdauungsprozess unterstützt und Nährstoffe besser aufgenommen. Also ein weiter ziemlich gewichtiger Faktor, der die Ananas noch gesünder macht. Vor allem profitieren Menschen, die an einer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz leiden. Bei jenen produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme. Diese Wirksamkeit wurde auch innerhalb einer Studie belegt. Innerhalb derer bekamen die erkrankten Probanden bromelainhaltige Verdauungsenzyme. Nach deren Einnahme konnte eine erheblich verbesserte Verdauung festgestellt werden.

Auch in der Schwangerschaft gesund

Noch immer hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Ananas Fehlgeburten auslösen könne. Das stimmt zum Glück nicht, denn bei dieser Annahme handelt es sich um einen vollkommen unbegründeten Mythos. Die Enzyme, die angeblich zu einer Fehlgeburt führen, werden sofort von der Magensäure unschädlich gemacht. Weswegen der Verzehr von Ananas innerhalb der Schwangerschaft komplett unbedenklich ist. Statt den werdenden Müttern zu schaden, ist Ananas – wie Du spätestens in diesem Artikel erfahren hast – sehr, sehr gesund. Sie macht es Dir, egal ob werdende Mama oder nicht, unglaublich einfach, Deinen Vitamin-C-Haushalt aufzufüllen. Und nicht nur das! Währenddessen nimmst Du auch noch reichlich Flüssigkeit auf. Daneben hält sie Dich schön und fit, sodass Du sie als Stimmungsaufheller kaum noch brauchen wirst.

Fazit

Vielseitigkeit ist das Stichwort. Geschmacklich und gesundheitlich. Sie macht sich wunderbar in Desserts und in herzhaften Speisen. Im Handgepäck hat sie jede Menge fantastische Effekte für Dich und Dein Wohlbefinden. Zurecht ein adliges Obst!

Warum brennt Ananas auf der Zunge?

Grund dafür ist das Enzym Bromelain. Da es in der Lage ist, Eiweiße zu spalten, geschieht genau das auch auf deiner Zunge. Hierdurch fängt es an zu kribbeln und zu brennen. Davon sind Frauen im Übrigen sieben Mal häufiger betroffen als Männer. Doch kein Grund zur Sorge, das Ganze ist nicht schädlich, nur ein wenig nervig. Wer das Kribbeln gar nicht mag, kann die Ananas mit einem milchhaltigen Produkt verzehren oder sie auf über 70 Grad erhitzen. So wirkt das Bromelain nicht mehr. Auch Konserven-Ananas bitzeln nicht mehr auf der Zunge, doch Vorsicht: Durch den ganzen zugesetzten Zucker ist das natürlich keine gesunde Alternative.

Sauerkraut-Ananas-Salat – Rezept für 2 Portionen

Du brauchst:

  • 2 Bio-Orangen
  • ½ Chilischote
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 EL Cashewmus
  • 1 EL Erdnussöl
  • ¼ Ananas
  • 6 Stiele Koriander
  • ½ Bund Schnittlauch
  • 250g Frischkost-Sauerkraut
  • 25g Cashewkerne

So geht’s:

Schritt 1

Orange mit heißem Wasser waschen, trocknen und mit einem Zestenreißer kleine Streifen abschälen. Anschließend die Orangen auspressen, sodass Du ungefähr 125 Milliliter Saft herausbekommst. Die Chilischote der Länge nach halbieren und entkernen, danach in dünne Streifen schneiden. Orangensaft und -schalen mit der Chili bei großer Hitze auf ungefähr 40 Milliliter einkochen. Daraufhin alles mit Agavendicksaft, Erdnussöl und Cashewmus vermengen und mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken.

Schritt 2

Die Ananas putzen und schälen. Danach viertelst Du sie und entfernst ihren Strunk. Die Viertel werden nun in 5-millimeterdicke Scheiben geschnitten und in die Soße gegeben. Folgend Koriander und Schnittlauch kleinschnippeln und mit der Ananas vermischen.

Schritt 3

Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und sanft ausdrücken. Dann lockerst Du es wieder etwas auf und hebst die Ananas unter. Anrichten und als Finish die grobgehackten Cashewkerne auf den Salat streuen. Guten Appetit!

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