Warenkunde: Spargel

Spargel kommt derzeit gerne auf den Tisch. Diäten raten oft zu Spargelgerichten wegen seiner wenigen Kohlenhydrate.
Doch darin stecken mehr Qualitäten als viel Geschmack bei wenig Kalorien.

So fastet die Welt: Ekadashi

Wie Du weißt, haben wir uns in der Vergangenheit schon häufiger mit dem Thema Fasten auseinandergesetzt. Gesundheit im allgemeinen und gesunde Ernährung im speziellen sind uns ein Herzensanliegen und wir finden, dass Fasten in dieser Hinsicht einige tolle Effekte zu bieten hat. So mancher steht der Thematik eher skeptisch gegenüber und vermutet hinter dem freiwilligen Verzicht eine Hungerkur, eine extreme Form der Diät für Hartgesottene. Dabei ist der Gewichtsverlust beim Fasten nur ein netter Nebeneffekt, die gesundheitlichen Vorteile für Körper und Geist sind zahlreich und wissenschaftlich fundiert. Unter anderem stärkt es Dein Immunsystem, beugt Krankheiten vor und wirkt sich auf Dein Serotonin-System und damit Deine Stimmung aus. Außerdem ist es als Methode weitaus vielseitiger, als viele vermuten und kann wunderbar in verschiedene Lebensstile und Ernährungsweisen integriert werden. Wir sind überzeugt, dass Fasten nicht nur etwas für Gesundheits-Fanatiker und Anti-Genuss-Menschen ist. Deshalb werden wir Dir hier in unserem Blog in Zukunft ein paar Anregungen zu dem Thema liefern und seine verschiedenen Facetten beleuchten. In unserer neuen Serie „So fastet die Welt“ möchten wir Dir einen Einblick in die Fastenrituale verschiedener Kulturen und Religionen rund um den Erdball bieten. Nicht umsonst ist das Fasten weltweit verbreitet – wegen seiner positiven Effekte auf Geist und Körper wird es auch schon seit langer Zeit praktiziert. Wir wollen unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken betrachten, die uns auch für die eigenen Fastenrituale als Inspiration dienen können.

Die christliche Fastenzeit ist vorbei und Ramadan hat heute begonnen. Fasten ist in vielen Religionen und Kulturen verankert. In diesem Beitrag wollen wir euch eine traditionsreiche und ausgefeilte Methode des Fastens näherbringen.

Wer die Fastenzeit mitgemacht hat, der spürt ihren positiven Effekt auf körperliche und geistige Gesundheit. Viele davon ergeben sich aus einem bewussteren Verhältnis zur eigenen Nahrung. Der ein oder andere ist vielleicht auf den Geschmack gekommen und möchte die neuen Gewohnheiten in seinen Alltag integrieren.

Mit Fasten, aus kulturellem oder gesundheitlichem Anlass, verbinden die Mehrheit einen längeren Zeitraum in dem keine Nahrung zu sich genommen wird. Je nach Ziel und Vorgehensweise ist es auch durchaus sinnvoll, die Fastenzeit auf ungefähr ein bis zwei Wochen festzulegen; daraus eine Regelmäßigkeit zu machen für die meisten in unserer Gesellschaft aber schlichtweg unmachbar.

 

Ekadashi – Fasten im Hinduismus

Zwei auseinanderliegende Tage im Monat zu fasten klingt da nach einer ansprechenderen Alternative. Genau diese Praktik ist im Hinduismus Tradition und kann für Dich eventuell ja eine Quelle der Inspiration sein, bewusster mit Nahrung umzugehen.

Dieser Fastentag wird Ekadashi genannt. Wörtlich „die Elfte“, bezieht er sich auf den elften Tag nach jeweils Neu- und Vollmond. Also dann wenn der Mond etwa zu drei Vierteln gefüllt ist. Im Hinduismus sollen diese Tage dazu genutzt werden sein System zu reinigen, Abstand von den Eindrücken und Einflüssen der Welt sowie zu den eigenen Gedanken- und Gefühlsregungen zu erlangen.

Die Ausrichtung der Fastenzeit nach den Mondphasen lässt sich durch dessen Anziehungskraft erklären. Diese lenkt zusammen mit der Gravitation der Sonne die Strömungen der Ozeane und der Atmosphäre. Bei Voll- bzw. Neumond, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen, kommt es zum Steigen des Wasserspiegels (Springtide) und der Luftdruck in der Atmosphäre steigt an der zu den Gestirnen gerichteten Seiten. Stehen Sonne und Mond rechtwinklig zueinander, wirken ihre Gravitationskräfte entgegengesetzt, weshalb es zur Senkung des Wasserstandes kommt (Nipptide) und der Luftdruck in der Atmosphäre fällt.

Der Mensch besteht aufs ganze Leben gerechnet zu 60-65% aus Wasser, wobei der Wasseranteil mit dem Alter abnimmt. In der indischen Kultur muss der Zusammenhang zwischen den Kreisläufen der Gestirne und den biologischen Rhythmen auf der Erde erkannt worden sein. Deshalb wird im Hinduismus dann gefastet, wenn Mond und Sonne die geringste Anziehungskraft ausüben.

 

How to

Wer das Ganze selbst einmal ausprobieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten die Ekadashi Fastentage anzugehen. Im Internet findest du Kalender welche dir die Daten für die entsprechenden Mondphasen nennen.

Die klassischen indischen Schriften empfehlen natürlich striktes Fasten, doch auch in der indischen Gesellschaft ist es mittlerweile keine Schande wenn man sich nicht konsequent daran hält. Es gibt ja immerhin 24  Ekadashi im Jahr. Am besten fastest Du von Sonnenaufgang bis zum Sonnenaufgang des nächsten Tages. Zur Vorbereitung solltest du am Tag zuvor nur in Maßen essen und Deine Auswahl auf leichte vegane Kost wie Obst, Gemüse oder Haferbrei beschränken.

An Ekadashi selbst ist der Ausschluss von Bohnen und jeglichem Getreide essentiell. Ansonsten kannst du deine Art des Fastens auf deinejeweilige Lebenssituation einstellen. Von komplettem Verzicht auf feste und flüssige Nahrung bis hin zur Vereinfachung von Essgewohnheiten kann jeder beliebig variieren. Nur Bohnen und Getreide sind Tabu. Wenn Du nicht strikt fasten kannst, solltest Du dennoch nur eine Mahlzeit kurz nach Mittag zu dir nehmen.

Wenn Dich ein Tag voller Verpflichtungen erwartet, musst Du Dich davon nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Du kannst auch einfach auf etwas verzichten und einfacher essen. In Indien ist Reis ein Hauptnahrungsmittel, weshalb in vielen Ashramas an Ekadashi kein Reis serviert wird. Eine Vereinfachung kann zusätzlich auch der Verzicht auf Salz oder andere Gewürze sein. Am nachfolgenden Tag solltest Du morgens die erste Mahlzeit aus frischem Obst zu Dir nehmen. Im weiteren Verlauf des Tages solltest du außerdem schwere Kost auslassen um den Magen nicht zu überlasten.

Falls die Umstände es nicht zulassen einen Tag lang strikt zu fasten, ist es umso wichtiger, dass Du qualitativ hochwertige Nahrung zu Dir nimmst. Raffinierter Zucker, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und sonstige Zusätze sollten unbedingt vermieden werden, da Du Deinem System ja eine Auszeit davon geben möchtest. Wenn Du die nötige Zeit hast und gerne selber kochst, solltest du bei der Auswahl Deiner Zutaten auf Bio-Qualität und möglichst regionale Herkunft achten. Diese Investition macht sich einerseits geschmacklich bemerkbar, andererseits dankt es Dir Dein Körper, wenn Du ihn vor Pestiziden verschonst. Falls Du Dich nicht selbst um die Zubereitung Deiner Nahrung kümmern kannst oder möchtest, achte unbedingt auf die Inhaltsstoffe und das Herstellungsverfahren der Lebensmittel Deiner Wahl.





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