Karotten: Warum die orangenen Wurzeln nicht nur für Deine Augen gut sind

Wusstest Du, dass die Karotte eines der liebsten Gemüse der Deutschen ist? Gleich hinter den Tomaten rankt sie auf Platz 2. Kein Wunder wie wir finden, die Karotte ist schließlich ein echter Allrounder in der Küche – sie schmeckt sowohl roh als auch gegart und passt zu so gut wie allen Gemüsesorten.

Verena Landau

Verena ist überzeugt, dass “gesund” und “Genuss” sich nicht ausschließen. Sie kocht am liebsten selbst, an frischen Bio-Zutaten führt für sie dabei kein Weg vorbei.

Infos, Tipps und Rezepte

Herkunft

Ursprünglich stammt die Karotte von einer in Asien beheimateten weißen Rübe ab. In Europa wurde sie seit dem 16. Jahrhundert kultiviert, die ersten Züchtungen entstanden in Holland. Karotten, auch als Möhren bekannt, sind ein Wurzelgemüse und gehören zu der botanischen Familie der Doldenblütler. Botanisch gesehen sind Möhren und Karotten zwar dasselbe, markttechnisch gibt es jedoch einen Unterschied: „Karotten“ nennt man frühe, kleine Rübchen, die kurzwurzlig und stumpf sind. „Möhren“ sind dagegen groß, walzenförmig und schmal. Lecker sind sie allemal.

Anbau

Mittlerweile werden die Karotten ganzjährig in Algerien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, den Niederlanden und in Ungarn großflächig kultiviert. Daher sind die Karotten auch das ganze Jahr über aus einheimischem Anbau erhältlich. Zwischen Oktober und Dezember ist das Angebot am größten. Bis zu 13 Millionen Tonnen an Möhren werden jedes Jahr geerntet.

Übrigens: Laut einer agrarwissenschaftlichen Studie gedeihen Mohrrüben am besten, wenn sie kurz vor Vollmond ausgesät werden.

Geschmack

Karotten schmecken wunderbar mild und haben eine leichte Süße. Das ist auch der Grund, warum sie bereits von Babys geliebt werden. Möhren sind daher oft als Karottenbrei in Babynahrung enthalten. Möhre schmeckt roh hervorragend, zum Beispiel als Karottensalat oder gesunde Knabberei zwischendurch. Aber auch gekocht als Gemüsegericht oder Beilage macht sie geschmacklich eine gute Figur. Zudem lässt sie sich wunderbar gepresst als erfrischender Karottensaft trinken.

Was steckt an gesunder Power in der Karotte?

Hauptinhaltsstoffe

Karotten sind vor allem dafür bekannt, dass sie gut für die Augen sein sollen. Aber stimmt das wirklich? Ja! Verantwortlich dafür ist der wichtigste Wirkstoff der Karotte: Der Pflanzenfarbstoff Betacarotin. Dieser gibt den Möhren ihre orange Farbe und wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Zudem birgt die Mohrrübe einen Reichtum an Selen, dem wichtigsten Spurenelement des Immunsystems. Mit nur 26 kcal pro 100 g sind Karotten zudem sehr kalorienarm.

Karotten Power auf einen Blick

  • Wehren freie Radikale und andere Schädlinge ab und schützen Dich somit vor Infektionen und Krankheiten
  • Kräftigen die Schleimhäute
  • Wirken verjüngend
  • Sind gut für den Wachstum von Haaren und Nägeln
  • Verbessern das Sehvermögen, helfen bei Nachtblindheit
  • Sind gut für die Verdauung und für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl
  • Schonen den Magen

Tipps für die Küche

Einkauf

Beim Einkauf solltest Du darauf achten, dass die Karotte fest und mit einer schönen orangenen Farbe ohne braune Stellen erhältlich ist. Möhren mit einem kleinen Kern, der die gleiche intensive Färbung hat wie das Fruchtfleisch und die Schale, sind ein Zeichen für hohe Qualität. Außerdem sollten Karotten sich nicht biegen lassen und stattdessen brechen. Als Faustregel gilt: Je kräftiger die Farbe der Mohrrübe, desto größer ist der Anteil des Pflanzenfarbstoffs Betacarotin.

Lagerung

Karotten können gut gelagert werden, denn sie bleiben nach dem Einkauf recht lange frisch. Im Idealfall lagerst Du sie im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller. Vorsicht: Am besten findest Du für Deine Möhren einen Platz getrennt von Äpfeln, Tomaten und Paprikaschoten. Denn die Ethylengase können unter Umständen zu einem seifigen, bitteren Geschmack führen. Außerdem solltest Du nach dem Kauf das Grün entfernen, da dieses den Wurzeln die Feuchtigkeit und dem Gemüse damit die Frische entzieht.

Unser Tipp: Karotten eignen sich super fürs Einfrieren. Dafür einfach die Mohrrüben in Stücke schneiden und blanchieren.

Verarbeitung

Die Diskussion darüber, ob Möhren mit oder lieber ohne Schale gegessen werden sollten, wird wohl nie aufhören. Letztendlich bleibt es eine Geschmackssache: Der eine mag die Karotte mit Schale, der andere lieber ohne. Für beide Parteien gilt jedoch – waschen nicht vergessen! Anschließend die Spitze und den Ansatz des Grüns entfernen.

Unser Lieblingsrezept: Karottenkuchen

Zutaten

  • 375 g Karotten
  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 250 g Öl
  • 4 Eier
  • 200 g Mandeln, gemahlen

Zutaten für das Frosting

  • 300 g Frischkäse
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Zitronensaft

Zubereitung

Für den leckeren und saftigen Rüblikuchen zunächst Eier, Zucker, Öl und Zimt mit dem Mixer verrühren. Die Karotten reiben und zusammen mit den Mandeln hinzugeben. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unter den Teig rühren. Nachdem Du den Teig gut durchgerührt hast, kannst Du diesen in eine gefettete 26er Springform füllen und bei 160 Grad Umluft für ca. 50 Minuten backen.

Nachdem der Kuchen abgekühlt ist, ist er bereit für das Frosting. Dafür zunächst Frischkäse und einen Spritzer Zitronensaft mit dem Mixer glattrühren. Puderzucker und Vanillezucker langsam einrühren. Anschließend das Frosting auf den Kuchen auftragen.

Quellen

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